Hape Kerkeling: Ich lasse mir das Singen nicht verbieten

hape kerkeling
© Felix Rachor

Der große Entertainer und Allrounder Hape Kerkeling hat eine Schlagerplatte aufgenommen. Mit seinem Album „Ich lasse mir das Singen nicht verbieten“ huldigt er der Schlagermusik und erfüllt sich gleichzeitig einen Traum.

Das Album ist ein Sammelsurium aus Schlagerhits und wurde in Zusammenarbeit mit Peter Wagner und dem Babelsberger Musikorchester produziert. Die Songauswahl ist bemerkenswert gut, denn Hape verzichtet bewusst auf Evergreens und baut dagegen auf wahre Schätze der Schlagermusik. Doch kann das wirklich gut klingen?

„Ein Schlager heißt doch nur ein bisschen Freud“

Hape Kerkeling vermittelt ohne Zweifel die Freude und Glückseligkeit von Schlager. Besonders im gleichnamigen Titel zum Album „Ich lasse mir das Singen nicht verbieten“, der Singleauskopplung „Komm ein bisschen mit nach Italien“ mit Michelle Hunziker und in „Porque Te Vas“ schafft es Hape mit Leidenschaft den Titeln eine charmante, eine gänzlich eigene Note zu geben.

Den gediegenen Klang von „Quando Quando Quando“ und der peppigen Uptempo-Nummern „Liebeskummer lohnt sich nicht“ und „Schmidtchen Schleicher“ nimmt der Entertainer gut auf und singt mit der Leichtigkeit eines echten Schlagerstars. Bei „How Do You Do“ profitiert der 49-Jährige natürlich von der wunderbaren Stimme von Mary Roos, die dem Song Harmonie und Tiefe verleiht.

Mittelmäßiger Einheitsbrei auf „Ich lasse mir das Singen nicht verbieten“

Unter die Kategorie „Einheitsbrei“ fallen bedauerlicherweise ebenfalls ein paar Nummern der Platte. Das liegt zum einen an der mittelmäßigen Stimme und zum anderen am Midi-Standard-Klang mancher Beats („Herzen haben keine Fenster“, „Jetzt geht die Party richtig los“, „Fahrende Musikanten“). Schade ist auch, das durch die Disco-Version von seiner Satire „Hurz“ und seinem Comedy-Hit „Das ganze Leben ist ein Quiz“ die Konsequenz bzw. das Gesamtkonzept der Platte kurzeitig verloren geht.

Hape Kerkeling – sing uns gute Laune!

Wir werden Hape Kerkeling keineswegs das Singen verbieten, denn das Album ist ein gelungenes Laudatio an die Schlagermusik mit einer guten Songauswahl. Wer eine breite Stimme und abwechslungsreiche Kompositionen erwartet, könnte enttäuscht werden. Dies wird vor allem deutlich, wenn Hape den Spaßfaktor und die Leichtigkeit wegnimmt.

Denn dann bleibt des Öfteren nur noch eine mittelmäßige Stimme und ein standardisierter Klang übrig. Dennoch schafft es das Album die Sympathie, Freude und Leidenschaft des Entertainers Hape Kerkeling zu vermitteln und für gute Laune zu sorgen.

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4,83 von 5 Punkten, basierend auf 6 abgegebenen Stimmen.
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